Webseiten im 6 Punkte-Check

Die Webseite ist heute das wichtigste Aushängeschild für jedes Unternehmen. 7 Tage pro Woche informiert sie die Besucher rund um die Uhr und rund um die Welt. Dabei macht die Nutzung heute längst nicht mehr am Arbeitsplatz PC halt. Mehr und mehr wächst der Anteil mobiler Endgeräte in den Besucherstatistiken. In der b2b-Kommunikation spielen die mobilen Endgeräte noch nicht die ganz große Rolle. Wenn sich jedoch eine Webseite bei kleiner Auflösung – hier wäre das Tablet-Format die Mindestanforderung – nicht öffnet oder sich nicht bedienen lässt, geht nicht nur der aktuelle Besuch verloren. Auch das Ansehen leidet unter solchen vermeidbaren Fehlern. Responsive Design, Suchmaschinenoptimierung und Usability, das sind aktuell die drei Schlagworte im modernen Website-Design. Und genau das sind die Schlagworte, an denen viele – vor allem „alte" Webseiten – scheitern. Ein 6 Punkte-Check gibt Aufschluss über die Qualität einer Webseite.

1. Das Web-Design

Die Grundlagen des Designs ändern sich zwar kaum, Stile und Umsetzungen sind aber modischen Strömungen und dem Zeitgeist unterworfen. In diesem Kontext ist das Web eine Rennmaschine. Durchschnittlich alle 3 – 4 Jahre finden Generationswechsel statt. Lässt man einen Wechsel aus, ist das noch nicht dramatisch, aber spätestens nach 2 Generationen tritt der Renovierungsstau zutage. Veraltete Webseiten wirken dann wie Relikte vergangener Tagen. Und wer will schon glaubhaft Spitzentechnologie für seine Produkte versprechen, wenn auf dem Screen Design und der Webtechnologie erkennbar der Staub liegt. Diese Glaubwürdigkeitslücke ist aber nicht alles: Weil es genug gut gemachte und schnelle Webseiten gibt, klicken Besucher schnell weiter. Manche gestatten nur einen ersten, flüchtigen Eindruck und vertiefen sich gar nicht weiter. Old-school-Webseiten sind zudem häufiger – weil leichter – Ziel diverser Internet-Attacken. Verzeichnet man auf der eigenen Webseite hohe Absprungraten und eine niedrige Verweildauer, ist es an der Zeit, sich mit einer Erneuerung zu befassen. Und das nicht zuletzt deshalb, weil hohe Absprungraten und kurze Verweildauer auch einen negativen Einfluss auf das Ranking ausüben.

Platzierung von Elementen ist Teil des Screen Designs

Eine Navigation, die das ständige Hin- und herwandern von Auge und Maus erfordert oder die ungewohnte Platzierung von Standardelementen wie Logo, Metazeile, Suche oder Impressum sind Gift für die Usability einer Webseite. Die Netzgemeinde erwartet mittlerweile eine gewisse Struktur auf einer Webseite. Die Großen wie Amazon, eBay, Google oder Apple machen es meist vor. Man tut gut daran, die Vorarbeit dieser Giganten zu nutzen, statt Energie in kreativen Alleingängen zu verschwenden.

2. Die Navigation

Die Navigation ist ein weiteres Element des Screen-Designs. Es muss dennoch als eine eigene Disziplin betrachtet werden. Hier haben sich aufgrund neuerer Entwicklungen rund um die Webtechnologie der Browser, der erreichbaren Übertragungsgeschwindigkeiten und der Möglichkeit, aktive Elemente einfach einzubinden dramatisch erhöht. Dadurch haben sich bei guten Webseiten die Übersichtlichkeit und Navigierbarkeit erheblich verbessert. Diese Vorteile sollte man nutzen!

Nicht mehr als 5 - 6 Hauptnavigationspunkte

Wird alles, was der Inhalt hergibt, in eine Navigation gepackt und auf eine saubere Gliederung verzichtet, fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Das wird in der Regel nach küzester Zeit mir dem Klick auf eine andere Webseite quittiert. Wer Unwichtiges in der Navigation aufnimmt, muss sich nicht wundern, wenn das Wichtige untergeht. Eine Hauptnavigation sollte idealerweise nicht mehr als 5 – 6 Hauptmenüpunkte aufweisen. Mehr lässt sich auf den ersten Blick kaum erfassen und kaum jemand kann sich mehr Begriffe spontan merken. Das haben auch Studien bestätigt. Aus dem gleichen Grund werden die Unterpunkte einer Navigation besser straff gehalten und ähneln nicht dem Inhaltsverzeichnis eines Katalogs. Lieber einzelne Informationen in appetitfördernden Päckchen präsentieren. Jeweils passend zum Inhalt zum Beispiel in separaten Boxen oder als verlinkter Teaser-Text. Interessierte Besucher finden somit schnell die Möglichkeit, das interessierende Thema zu vertiefen. Oder aber, sie werden durch weiterführende Stichworte zum Stöbern angeregt, was die Verweildauer auf einer Webseite ebenfalls verlängert.

Neben der Gliederung spielt natürlich auch die Benennung der Navigationselemente eine wichtige Rolle. Hier darf die Kreativität ruhig etwas in den Hintergrund treten. Man sollte darauf verzichten, neue Begriffe zu etablieren. Die meisten Website-User haben sich an eine bestimmte Terminologie gewöhnt.

3. Der Inhalt

Neudeutsch: Content. Hierzu zählt in erster Linie Text und natürlich Bilder. Grundsätzlich gilt: Das Leseverhalten auf Webseiten unterscheidet sich vom Leseverhalten in Print-Medien. Deshalb fällt der Textstruktur eine noch wichtigere Rolle zu. Das Wichtige gehört an den Anfang und in den weiteren Absätzen folgen die ergänzenden Informationen. Gleichwohl dürfen Texte durchaus länger sein. Das hat Vorteile im Hinblick auf die Suchmaschinenoptimierung.

Setzen Sie Zwischenüberschriften

Zwischenüberschriften verbessern nicht nur die Übersichtlichkeit der Texte, sie sorgen auch für ein besseres Ranking in den Google Ergebnislisten. Insbesondere dann, wenn die Verschlagwortung mit den Key-Words professionell darauf abgestimmt ist. Die Suchmaschinen bewerten Schlagwort in Headlines nämlich höher als im Fließtext. Wer also eine hochwertige Webseite anbieten möchte, benötigt auch hochwertige Texte und ein durchgängige Suchmaschinenoptimierung mit Seitenbeschreibungen und Verschlagwortung aus einem Guss.

Zum Thema Content gehören natürlich auch Bilder, Videos und pdf-Dokumente. Sie runden das Informationsangebot für die Besucher einer Webseite ab. Schafft man es, hier echten Mehrwert zu bieten, wird die Webseite erfolgreich sein. Das kann durch eine übersichtliche Struktur, die interessante Aufbereitung, gut gemachte Videos oder interessante Links zu weiterführenden Seiten geschehen. Wer das beherzigt, kann sich lang- und mittelfristig über steigende Besucherzahlen freuen.

4. Der Text

Das Thema Text und seine Bedeutung wurde bereits gestreift. Natürlich nutzt eine tolle Gliederung nichts, wenn der Text wirr, zu kompliziert oder gespickt mit Schreib- und Grammatikfehlern. Es gibt viele Gründe, die einem das Lesen verleiden. Mit professionellen Textern lassen sich die meisten vermeiden. Und die Investition kann sich durchaus lohnen, denn wenn Webseitenbesucher schon auf der ersten oder zweiten Seite nicht in die Texte einsteigen, werden sie sich kaum weiter in die Tiefe bewegen. Zumal Alternativen heute reichlich vorhanden sind. Ein Rankingfaktor für Suchmaschinen sind schlechte Texte und Fehler nicht. Aber die Akzeptanz einer Webseite und das Ansehen eines Unternehmens können sie dennoch beschädigen.

5. Die Ladezeit

Zugegeben: In Zeiten rasant wachsender Übertragungsraten, rückt die Ladezeit vielfach in den Hintergrund. Dennoch macht es einen Unterschied, ob der Seitenaufbau binnen weniger Sekunden erfolgt, oder den Besucher jedes Mal zur Verzweiflung treibt. Im schlimmsten Fall erscheinen Ladebalken, zum Beispiel um ein Video oder Intro zu laden. Der Optimierung von Inhalten auf eine möglichst geringe Datenmenge ist also ein wichtiger Erfolgsfaktor für eine Webseite. Allerdings nicht der einzige: Auch programmtechnische Feinheiten, welche Elemente in welcher Reihenfolge geladen werden, entscheiden über die Geschwindigkeit des Seitenaufbaus.

Überdimensionierte und im schlimmsten Fall nicht weboptimierte Hintergrundbilder oder Videodateien können die Nutzbarkeit einer Webseite stark beeinträchtigen. Fast alle Web-User sind heute ungeduldig. Sie werden abgeschreckt. Auch hier kann Google und Co als Beispiel dienen. Google+ setzt auf strenge Design-Vorgaben und beschränkt so die Freiheiten der User. Dennoch ist das Design cool. Und vor allem die Ladezeiten sind kurz.

6. Das Ranking

An welcher Stelle eine Webseite in den Ergebnislisten einer Google-Suche ausgegeben wird, entscheidet maßgeblich über den Erfolg und die Besucherfrequenz einer Webseite. Insofern darf sich heute niemand mehr dem Thema Suchmaschinenoptimierung oder Suchmaschinenmarketing verschließen. Dass es dennoch viele Seitenbetreiber vor allem im b2b Segment tun, ist für all jene erfreulich, die sich professionell damit befassen. Erhöht es doch spürbar die Chancen auf vordere Plätze. Natürlich wird man die ganz Großen niemals verdrängen können, weil Google in seinem Algorithmus auch Besucherzahlen, Querverlinkung und Vernetzung berücksichtigt. Die Erfolgsaussichten hängen aber sehr stark von den Suchbegriffen ab. Bei nicht sehr allgemeinen Key-Words haben auch kleine Unternehmen gute Chancen, vordere Plätze zu ergattern. Durch geschickte und gezielte Maßnahmen lässt sich viel erreichen. Zu solchen Maßnahmen zählen unter anderem:

  1. Text & Verschlagwortung
    Die richtigen Schlagworte (Key Words) finden und diese konsequent in Headlines, Zwischen-Headlines und Fließtext verwenden. Auch das Verhältnis von Textmenge zu Programmcode sollte zugunsten des Inhalts ausfallen. Kurze Texte & lange HTML-Anweisungen sind Gift für das Ranking.
  2. Seitenbeschreibung
    Zu jeder Webseite eine kurze Beschreibung erstellen, die sich natürlich mit der Verschlagwortung deckt
  3. SiteMap erstellen
    Ob im Hintergrund oder sichtbar auf der Seite, eine SiteMap wird von Google-Robots mit einer besseren Bewertung goutiert.
  4. Robot-Anweisung hinterlegen
    Auch Robots fühlen sich gern angesprochen. Eine Robot.txt-Datei mit spezifischen Informationen und Anweisungen bringt Pluspunkte fürs Suchmaschinen-Ranking.

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